Bilder aus meinem Hypothesenlabor

 

2018–2023

 

Ich bin kein Wissenschaftler.
Aber ich bin fasziniert von Bildern, die in Laboren und Teleskopen entstehen.
Ich verwandle ihre Spuren und verbinde sie zu neuen Strukturen.

Ich dokumentiere einzelne Stadien – Momente, die ein Ende sein könnten,
aber nur Zwischenhalte in einem fortlaufenden Experiment werden.

Jedes Objekt wirft eine Frage auf –
manchmal absurd, manchmal zu früh, manchmal ohne Antwort.

Es erinnert an Laborarbeit.
Am Ende kehre ich zum Anfang zurück.
Aus den aufgezeichneten Phasen rekonstruiere ich den Schaffensprozess als Animation –
eine bewegte Aufzeichnung von Wandlungen, die die innere Dynamik jedes Objekts offenlegt.

 

Mein Hypothesenlabor ist ein fortlaufendes Experiment.
Ich frage mich:
Kann ich einen Wissenschaftler inspirieren?

 

 

 

Rechts unten:

Entgeht Uns Vielleicht Etwas?

Mischtechnik, 100x100 cm, 2018  

Wenn Wir in die Dunkelheit Blicken, Schauen Wir Weiter – oder Tiefer?

Mischtechnik, 100x100 cm, 2021 

Ist die Schwärze eines Geworfenen Schattens Dunkler als die Finsternis des Kosmos?

Mischtechnik, 100x100 cm, 2018 

MODELLE

 

2015–2020

 

Der Zyklus entstand als eine Reihe von Versuchen mit einer einzigen Figur – verstanden als Modell des Raums.

 

Die Figur erscheint in einer geschichteten Struktur von Materie und tritt in ein Spannungsverhältnis zu ihr.

 

Sie deutet Volumen an, lässt sich jedoch nicht eindeutig als Körper lesen.
Es ist unklar, aus welcher Perspektive sie gesehen wird. Es ist unklar, ob sie sich herausbildet oder verschwindet.

 

Sie ist nicht im Raum platziert – sie versucht, ihn hervorzubringen.

 

Stört die Figur die Materie, oder stört die Materie die Figur?

 

 

Rechts unten:

Es hätte sein können.

Mischtechnik, 100x100 cm, 2018  

Könnte.

Mischtechnik, 100x100 cm, 2021 

Sein.

Mischtechnik, 100x100 cm, 2018